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laparoskopische Nierenteilresektion rechts

laparoskopische Nierenteilresektion rechts

BeitragAuthor: Fecher1 » 25.04.2010, 12:43

Diagnose: kleiner Nierentumor rechts cranial
Therapie: laparoskopische Nierenteilresektion rechts

Bericht

Standarddesinfektion. Nach seitlicher Lagerung des Patienten erfolgt die Inzision unterhalb des Nabels. Mittels Veress-Kanüle wird ein Pneumoperitoneum von 15 mmHG erzeugt. Danach Einlage eines 10 mm Optik-Trokares und Inspektion des Abdomens. Es stellen sich Verwachsungen im Bereich des rechten Ober- und Unterbauches dar. Vorsichtiges Lösen der Verwachsungen und Kontrolle auf Darmläsionen.
Laterokolische Inzision und Präparation des Colon ascendes nach medial. Bei der Präparation des Duodenums ensteht eine Serosa-Läsion, welche am Ende der Op nochmals kontrolliert wird(keine Perforation) und zur Sicherheit mittels Lahodny-Naht übernäht wird. Danach wird lateral des Bauches ein 10 mm Trokar eingelegt. Präparation des unteren Nierenpoles. Präparation in medialer Richtung, Auffinden der gonadalen Vene und des Harnleiters. Schonung der Harnleiterversorgung.

Freilegen der Nierenvene und der Arterie. Weitere Präparation direkt auf der Nierenkapsel zum oberen Drittel der Niere. Es gelingt die Raumforderung gut darzustellen und auf der Nierenoberfläche zu separieren, ohne den Tumor zu eröffnen. Makroskopisch malignitätsverdächtig. Weitere vollständige Freilegung der Nierenoberfläche von der Fettkapsel. Die Niere ist jetzt ausreichend beweglich. Danach wird die Arteria renalis mittels Bulldogklemme vorübergehend verschlossen. Jetzt wird der Tumor im Gesunden(makroskopisch ) herausgeschnitten. Inspektion der Schnittfläche, kein Tumorrest. Tiefe Nähte im Resektionsgebiet zum Verschluss von Gefäßen und möglicherweise(sick!) eröffnetem Hohlsystem. Abdecken des Resektionsgebietes mit Flo-Seal. Lösen und entfernen der Bulldog-Klemme(Arteria renalis). Warme Ischämiezeit: 17 min. Keine signifikante Blutung im Bereich der Schnittfläche. Kontrolle der Durchblutung. Bergung des Nierentumors mit einem Lap-Sack über die laterale Trokar-Inzision. Matrazennähte zur Sicherheit. Kontrolle auf Bluttrockenheit im gesamten Op-Gebiet.

Fixierung der Fettkapsel mit lahotny-Nähten. Kontrolle des gesamten Op-Gebietes auf Bluttrockenheit. Faszeinverschluß der 10 mm trokar-Öffnung. Erneutes Pneumoperitoneum und Kontrolle des Op-Situs.
Komplette Bluttrockenheit. Einlage einer 12 Ch Drainage unter Sicht neben die Serösa-Läsion des Duodenums.

Entfernen der Trokare unter Sicht. Faszeinverschluß des 12 mm Trokars. Ablassen des Pneumoperitoneums. Hautnaht und Verband.

Bitte wegen der Serosa-Läsion des Duodenums Magensonde und Drainage 2 Tage belassen.

Fecher1
 
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