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Opbericht ist ein Projekt um Ärzten, Studenten und Patienten Standard-Operationsberichte zur Verfügung zu stellen.

Für interessierte Patienten ist es oft hilfreich, wenn sie detaillert nachlesen können, was bei einer bevorstehenden Operation gemacht wird, bzw. bei einer Operation gemacht wurde.

Für Ärzte, insbesondere für junge Assistenzärzte, kann es hilfreich sein, anhand von Standard-Operationsberichten ihre eigenen Operationsberichte zu erstellen bzw. zu vergleichen oder sich auf eine Operation vorzubereiten.

Auch für Medizin-Studenten ist dieses Projekt gedacht. Im klinischen Abschnitt während einer Chirurgie-Famulatur oder im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahr (PJ) werden Medizin-Studenten zum Assistieren in den OP eingeteilt und sollten sich auf die Operation optimal vorbereiten. Hierfür ist es sehr hilfreich anhand von Standard-Operationsberichten aus dem realen Leben die Vorbereitung zu optimieren.

Einige Op-Berichte sind durch intraoperativen Bildern illustriert.

Um die Berichte lesen zu können, ist eine kostenlose Registrierung notwendig. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe(r) Besucher(in), uns OP-Berichte zur Verfügung stellen würden. Registrierte Benutzer können Ihren Bericht direkt als neues Thema im entsprechenden Bereich eintragen.

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Draht-Osteosynthese einer Metacarpale-V-Köpfchenfraktur

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hipocrates
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Draht-Osteosynthese einer Metacarpale-V-Köpfchenfraktur

Beitrag von hipocrates » 11.03.2007, 14:38

Diagnose:
Metacarpale-V-Köpfchenfraktur rechts metaphysär mit drittem Fragment, geschlossen

Eingriff:
Osteosynthese einer Metacarpale-V-Köpfchenfraktur durch einen intramedullären Draht nach geschlossener Reposition

Procedere:
Die Osteosynthese ist übungsstabil, für die Dauer von 10-12 Tagen sollte jedoch die Gipsschiene belassen werden.

Bericht:
In Rückenlage und Plexusanästhesie zunächst geschlossene Reposition der nach volar abgekippten Metacarpale-V-Köpfchenfraktur, es kann dabei ein weitgehend achsen- und gelenkgerechtes Repositionsergebnis erzielt werden. Nun ca. 0,5 cm lange, längsverlaufende Hautinzision über der Metacarpale-V-Basis, Eröffnung des Markraumes mit dem Pfriem sowie Eingehen mit dem 1,5 mm starken Nancy-Nagel der problemlos bis in die Frakturzone hin vorgeschoben werden kann, unter Bildwandlerkontrolle wird das distale Hauptfragment aufgefädelt, die Nagelspitze kommt dabei subchondral zu liegen.
Bei der nachfolgenden Bildwandlerkontrolle zeigt sich eine weitgehend achsen- und gelenkgerechte Frakturstellung bei korrekter Lage des Nancy-Nagels. Kürzen des Nancy-Nagels unter Hautniveau, adaptierende Hautnaht, steriler Kompressionsverband. Postoperativ wird eine volare Fingergipsschiene angelegt.
Perioperative Antibiotikaprophylaxe mit Spizef.

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