Rekonstruktion und Naht der Beugesehnen und eines Fingernerv

DrRenner
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Rekonstruktion und Naht der Beugesehnen und eines Fingernerv

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Diagnose:
Zeigefingerverletzung rechts palmar mit vollständiger Durchtrennung der Sehne des Musculus flexorumdigitorum profundus in Zone DP II sowie des radialen Astes der Sehne des Musculus flexor digitorum superficialis ebenso in Zone DP II, komplette Durchtrennung des radialen Gefäßnervenbündels.

Eingriff:
Rekonstruktion und Naht der Beugesehnen und eines Fingernervens.

Sonstiges: Der Patient hatte sich beim Fleischzuschneiden mit dem Messer eine tiefe Schnittwunde in Zone II des palmaren Zeigefingers der rechten Hand zugezogen. Es erfolgte jetzt die primäre Versorgung.

Bericht:
Rückenlage, Desinfektion, steriles Abdecken, Oberarmblutleere, zunächst Erweiterung der Hautinzisionen und Spülung des Wundgebietes, dann Exploration: die oberflächliche Beugesehne ist an ihrem radialen Ast komplett durchtrennt. Sie wird primär vernäht. Eine Naht wird darüber als feine Adaptation noch gesetzt. Dann wird die tiefe Beugesehne, die ebenso komplett durchtrennt ist in modifizierter Kirchmayr-Technik wieder vernäht. Anschließend wird die Schnittstellencircumferenz fein adaptiert. Anschließend wendet man sich dem kompletten durchtrennten radialen Gefäßnervenbündels zu. Der Nerv wird an seinem proximalen distalen Ende mobilisiert, damit eine Rekonstruktion gelingt. Der Nerv wird zudem an seinen Enden angefrischt und dann mit drei intrafaszikulären Nähten der Stärke 9,0 rekonstruiert. Da die Durchblutung des Fingers ansonsten komplett intakt ist, wird auf die Rekonstruktion des Gefäßbündels verzichtet. Spülung, Verschluss der Wunde durch Hautnaht, steriler Verband. Zudem wird noch eine Naht durch den Zeigefingernagel hindurch gelegt zum Zügel, es ist vorgesehen, morgen die modifizierte Kleinert-Behandlung zu beginnen.