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Carotis TEA/Patch in Lokalanästhesie

Carotis TEA/Patch in Lokalanästhesie

BeitragAuthor: Vascular surgeon Hamburg » 03.03.2011, 12:19

Vor Beginn der Operation erfolgt die nochmalige Kontrolle der Ultraschallbefunde, der Akte und der Einverständniserklärung zur Sicherung der richtigen OP-Seite.

Regelrechte Carotis-Lagerung mit rekliniertem und zur Gegenseite gedrehtem Hals. 4-faches Abwaschen und Abdecken mit zusätzlicher Incisionsfolie. Rücksprache mit Anästhesie, Test auf Schmerzfreiheit im Incisionsgebiet.
Hautschnitt vor dem m. sternocleidomastoideus, Durchtrennen des Platysmas, sorgfältige Blutstillung. Vor der vena jugularis interna Eingehen in die Gefäßloge, dazu werden von ventral einmündende Seitenäste der vena jugularis interna ligiert und durchtrennt. Darstellen der A. carotis communis, systemische Gabe von [1] 3000 / 5000 Einheiten Heparin. Instillation von Lokalanästhetikum in die Carotissscheide. Anschlingen der a. carotis communis. Dann in no touch isolation-Technik Präparation nach zentral, Darstellen der a. carotis externa und der a. thyreoidea superior und Anschlingen der beiden letztgenannten. Nochmalige LA-Infiltration auch im Bereich des glomus caroticum, danach Präparation der a. carotis interna. Darstellen und im weitern Verlauf sorgfältiges Schonen des nervus hypoglossus. [2] ggf. Text Mobilisierung Hypoglossus. Anschlingen der a. carotis interna oberhalb der Stenose. [3] Beschreibung Lokalbefund.
Nach Rücksprache mit Anästhesie und Patient Probeklemmen. Kein Bewußtseinsverlust, keine Änderung der kognitiven Fähigkeiten, die Sprache bleibt klar verständlich. Kraft und Sensibilität in der kontralateralen Hand bleiben erhalten, der Patient kann weiter mit der Ente quietschen.

Incision von der a. carotis communis in die a. carotis interna hinein bis etwa [4] 3/4/5 cm oberhalb der Gabel, hier endet die Stenose und die Interna wird weich. [5] Beschreibung der Stenose. Dann vom Gabelbereich beginnend Entwicklung des stenosierenden Plaques, der an der a. carotis communis scharf und glatt abgesetzt und aus der a. carotis externa i. S. e. Eversions-manövers herausgezogen wird. An der a. carotis interna wird der Desobliterationszylinder oberhalb des stenosierenden Bereich scharf abgesetzt und mittels [6] Einzelknopfnähten / fortlaufender Naht mit 6x0 fixiert. Mehrfaches Spülen und Inspektion des Desobliterationsgebietes auf verbliebene Intimafetzen. Nach Herstellung vollkommen glatter Wandverhältnisse Einnähen eines Vascuguard patches in der Größe [7] Patchgröße in 4-Punt-Nahttechnik, von peripher beginnend mit 6x0 und von zentral mit [8] 5x0 oder 6x0. Dabei wird darauf geachtet, dass das obere Ende des patches etwa 5 mm weiter nach cranial reicht als die Höhe der Stufennaht. Vor Komplettieren der Naht Ausschwemmmanöver, Spülen mit Heparin, dann Komplettieren der Naht. Kurzes retrogrades Ausschwemmen der Interna, dann Freigabe des Blutstroms in die Externa und nach 3 sec Freigabe der a. carotis interna. Es besteht kräftiger Puls auf allen genannten Gefäßen. Nach sorgfältigem Blutstillungsmanöver ist die Naht bluttrocken.

Die Überprüfung des neurologischen Status des Patienten nach Wiederfreigabe des Blutstroms ergibt keine Änderung.
Sorgfältige Blutstillung im gesamten Operationsgebiet. [9] ggf. Einlage einer Redondrainage. Fortlaufende Naht des Platysmas, Verschluß der Haut mittels Klammernaht, Verband.
Unmittelbar postoperativ ist der Patient wach, bewußtseinsklar, die Sprache intakt. Obere und untere Extremitäten werden seitengleich bewegt und die Zunge gerade herausgestreckt.

Vascular surgeon Hamburg
 
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Registriert: 03.03.2011, 12:17

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