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SLAP-Läsion Typ II

Verfasst: 02.01.2009, 19:13
von Christina
Diagnose:
M75.4 SLAP-Läsion Typ II rechts
M65.91 Synovialitis des Schultergelenkes rechts

Therapie:
5-814.1 Arthroskopische Refixation des Labrum glenoidale am Schultergelenk durch Knochenanker rechts
5-811.x0 Sonstige arthrokopische Operation an der Synovialis, Schultergelenk rechts

Anästhesieverfahren: ITN
Schnitt-Naht-Zeit: von 09.00 - 10.25, 85 min.

OP-Bericht:

Lagerung in Beachchair-Position auf dem Schulter-Spezialtisch, präoperative Antibiotikaprophylaxe mit 1,5 g Cefuroxim i.V., die Stabilitätsprüfung in Narkose ergibt zwar lockere Kapsel-/ Bandverhältnisse, jedoch keine Translation der Schulter.

Desinfektion, Abdeckung mit freier Armlagerung, Punktion der rechten Schulter von dorsal, Flüssigkeitsfüllung, Arthroskopzugang mit Spülflüssigkeitszulauf über eine druckgesteuerte Pumpe, die ventrale Gelenkkapsel ist aufgeweitet, regelrechte Abgrenzung der Subscapularissehne und der glenohumeralen Bänder, regelrechter Verlauf der Bizeps sehne mit glatter Oberfläche, der Ansatz am Tuberculum supragleniodale ist zunächst wegen synovialer Zottenaufwulstungen mit entzündlicher Gefäßinjektion nicht einsehbar, Zottenabtragung mit dem Shaver, danach bestätigt sich die Slap-Läsion Typ II mit breitflächiger Labrum-Ablösung einschließlich des Bizeps-Ursprungs, die Testhakenprüfung bestätigt die instabile Situation.
Das Labrum am vorderen Pfannenrand ist zwar von weicher Konsistenz, Ablösungen finden sich aber nicht. Entzündliche Veränderungen der Rotatorenmanschettenunterfläche bei intakter Sehnenstruktur, Knorpelbeläge, Pfannenhinterrand und axillärer Recussus stellen sich unauffällig dar.
Anlegen der Kanülenzugänge von cranial und ventral unter arthroskopischer Kontrolle. Anfrischen der oberen Pfannenrandes, mit der Bohrhülse geführte Bohrung (2,9 mm) in den oberen Pfannenrand. Einschlagen eines Knochenankers (Typ Lupine) mit Hilfe der Bohrhülse, Fadenausleitung durch die ventrale Zugangskanüle, Erfassen des superioren Labrumgewebes mit der Spezialführungsnadel, mit der ein Fadenschenkel aufgenommen und retrograd durch das erfasste Gewebe geführt wird. Ausleiten der beiden Fäden durch die craniale Zugangskanüle, Versenken eines Rutschknotens, mit dem der serperiore Labrumanteil ventral des Bizepssehenansatzes refixiert wird.
In gleicher Technik wird ein weiterer Anker dorsal des Sehnenansatzes eingebracht und verknotet. Die Testhakenprüfung ergibt danach stabile Verhältnisse, Gelenkspülung, Einlegen einer intraartikulären Redondrainage, Gelenkabsaugung, Extraktion der Instrumente und Verschluss der Inzisionen, steriler Verband, Anlage eines Gilchristverbandes.