Navigator
Suche

Implantation Totalendoprothese Hüftgelenk nicht zementiert

Implantation Totalendoprothese Hüftgelenk nicht zementiert

BeitragAuthor: hipocrates » 17.09.2010, 15:05

OP-Diagnose:
Coxarthrose links

OP-Maßnahmen:
Implantation einer navigierten zementfreien Hüftendoprothese links 4er Pfanne, 4er Lateralisationsschaft, 32er Kopfgröße M.

Vorgeschichte:
Bei dem Patienten besteht eine ausgeprägte Coxarthrose links mit bereits tiefer Geröllzystenbildung im Pfannenerker. Die rechte Seite ist bereits mit einer zementfreien Endoprothese versorgt. Es wird die Indikation zur navigierten Hüftendoprothese links gestellt.

OP-Verlauf:
Der Eingriff erfolgt in Rückenlage und ITN. Gabe von 1,5 g Zinacef i.v. Nach präoperativer Planung Ausmessen einer 4er Pfanne und eines 4er Schaftes. Nach sterilem Abwaschen und Abdecken beider Beine anterolateraler Zugang zum Hüftgelenk nach Watson Jones. Die Hohmann-Haken werden eingesetzt und die Hüftgelenkskapsel türflügelartig inzidiert. Dann Durchtrennung des Schenkelhalses mit der oszillierenden Säge und Extraktion des Hüftkopfes. Es wird dann am oberen Pfannenerker entsprechend der präoperativen Planung der Lokator für die Femurnavigation angebracht. Nach Einlesen der Referenzpunkte beider Spinae in die Navigation und der Symphyse wird dann das Pfannenlager entsprechend der präoperativen Planung bis zur Raspelgröße 4 aufbereitet. Einschrauben einer 4er Pfanne, die guten Sitz und Halt findet. Verschluss des Pfannenbodens. Sorgfältige Spülung des OP-Gebietes und Einschlagen des Polyethyleninlays. Anschließend Auslagerung des Beins und Adduktion und Außenrotation und Aufbereitung des Schaftes mit den Misraspeln bis zur Raspelgröße 4. Proberevision mit einem 4er Schaft. Hierunter exakt gleiche Beinlänge, jedoch offset-Verlust, so dass als Implantatgröße ein Lateralisationsschaft gewählt wird. Nach Entfernung der Probeimplantate sorgfältige Spülung des OP-Gebietes. Einschlagen eines 4er Lateralisationsschaftes und Kopfes. Spongiosamaterial wird oben um den Schaft herum impaktiert. Aufschlagen des 32er Kopfes Größe M und neuerliche Reposition der Hüfte. Weiter exakt gleiche Beinlänge, keine Luxationsneigung in den Provokationsmanövern. Abschließend sorgfältige Spülung des OP-Gebietes und Einlage dreier Redondrainagen. Schichtweiser Wundverschluss, Hautklammerung, steriler Verband, elastische Wicklung.
Bemerkung: Die Geröllzysten im Pfannendach wurden extrochleiert und mit Spongiosamaterial aufgefüllt.


Procedere:
Mobilisierung unter Vollbelastung. Keine Adduktion, Außenrotation, oder tiefes Sitzen.

hipocrates
 
Beiträge: 29
Registriert: 10.03.2007, 23:19

Zurück zu Unfallchirurgie und Orthopädie

Wer ist online?

Mitglieder: Google [Bot], Majestic-12 [Bot]