Thyreoidektomie, Recurrensdarstellung beidseits, Epithelkörp

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hipocrates
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Thyreoidektomie, Recurrensdarstellung beidseits, Epithelkörperchen-Erhaltung beidseits

Beitrag von hipocrates » 07.11.2007, 10:29

Diagnose:
Struma nodosa in toto

Eingriff:
Thyreoidektomie, Recurrensdarstellung beidseits, Epithelkörperchen-Erhaltung beidseits

Indikation:
Bei d. Pat. ist seit 7 Jahren eine Struma bekannt, bei der es unter kontrollierter Suppressionsbehandlung zu einem deutlichen Knoten- wachstum beidseits kam. Die zytologische Untersuchung ergab keinen Hinweis auf Malignität. Jetzt ist eine subtotale Resektion oder erforderlichenfalls eine Thyreoidektomie vorgesehen

Sonstiges:
Schnitt-Naht-Zeit 2 h 35 min

Bericht:
Hautschnitt im Verlauf einer Beugelinie in der Mitte zwischen Kehlkopfunterrand und Sternumoberrand (vorher markiert). Nach Durchtrennung der Subcutis und des Platysmas und nach subtiler Blutstillung, Darstellung der Musculi sternocleidomastoidei und der geraden Halsmuskulatur, die in der anatomischen Mittellinie gespalten wird.
In beiden Lappen finden sich große, derbe Knoten, die sich von beiden Seiten her über die Luftröhre drängen. Der Isthmus ist dabei tief versteckt, aber nicht von Knoten erfasst. Primäre Isthmusdurchtrennung und Durchtrennung des Ductus thyreoglossus. Zunächst wird der rechte Lappen mobilisiert. Jetzt zeigen sich neben einem etwas vergrößerten Lymphknoten am Isthmusunterrand weitere knotige Strukturen dorsal des Hauptknotens. Der rechte obere Pol ist komplett in den Knotenkomplesx einbezogen.
Darstellung der oberen Polgefäße rechts, die zentralmit 2.0 Vicryl-Durchstichligatur versorgt werden. Darstellung des Nervus recurrens caudal, Vessel-Loop-Markierung. Verfolgung des Nerven bis zum Kehlkopf. Dabei Darstellung der beiden Nebenschilddrüsen, die jeweils in situ mit intakter Gefäßversorgung erhalten werden. Exstirpation des gesamten rechten Lappens von cranial nach caudal. Abschließend Verfolgung der Knoten in den Bereich des Ligamentums threothymicum rechts. Entfernung von Fett und Bindegewebe sowie einigen Lymphknoten paratracheal rechts. Markierung des oberen Pols mit einem längeren Faden. Markierung von 2 derben Knötchen an der Schilddüsenbasis und Schnellschnittuntersuchung des gesamten rechten Lappens.
Weitgehend identisches Vorgehen links. Cranial des Hauptknotens im mittleren und caudalen Anteil des linken Lappens befindet sich ein weiterer Knoten in der Spitze des oberen Pols, so dass auch hier eine Restbildung nicht indiziert erscheint. Darstellung, Durchtrennung und Versorgung der linken oberen Polgefäße. Identifikation des Nervus recurrens caudal, Vessel-Loop-Markierung. Verfolgung des Nerven bis zum Eintritt in den Kehlkopf. Darstellung und Erhaltung beider Nebenschilddrüsen auch links. Exstirpation des gesamten linken Lappens von cranial nach caudal. Auf der linken Seite sind vergrößerte Lymphknoten nicht zu erkennen. Abschließend Nachweis der intakten Nervus recurrens-Funktion beidseits mit Elektrostimulation.
Exstirpation des Ductus thyreoglossus, der als derber Strang etwa 5 cm weit nach cranial verfolgt werden kann. Nochmalige Kontrolle der Blutstillung. Auf die Einlage einer Redon-Drainage kann verzichtet werden. Naht der geraden Halsmuskulatur und des Platysmas 3.0 Vicryl fortlaufend. Hautverschluss 4.0 Monocryl intracutan fortlaufend. Die Schnellschnittuntersuchung ergibt keinen Hinweis auf Malignität. Die markierten Knötchen konnten wegen Kalkeinlagerung nicht untersucht werden.

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