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Herniotomie

Herniotomie

BeitragAuthor: DrRenner » 12.04.2007, 17:18

Diagnose:
Direkte Hernia inguinalis links.

Eingriff:
Herniotomie nach Lichtenstein beim Mann.

Sonstiges:
OP-Dauer 44 Minuten

Bericht:
Lagerung in Rückenlage und Desinfektion und steriles Abdecken des Operationsgebietes. Eingehen über einen leistenparallelen Hautschnitt links. Elektrothermische Präparation auf die Externusaponeurose und Spaltung dieser mit der Schere im Faserverlauf. Präparation und Umschlingen des Funiculus spermaticus und seiner Anhangsgebilde. Eröffnung der Cremastermuskulatur. Es zeigt sich ein etwa pflaumengroßes präperitoneales Lipom das erheblich mit dem Samenstrang verklebt ist. Dieses Lipom wird sukzessive gelöst. Es findet sich lediglich im Bereich der Basis ein prolabiertes Peritoneum das reponiert wird. Zusätzlich findet sich eine direkte pflaumenkerngroße Herniation im distalen drittel des Leistenkanals. Diese wird reponiert und die Faszie des M. transversus abdominis darüber durch eine fortlaufende Naht wieder adaptiert.
Anschliessend erfolgt die Aufnaht eines lateral geschlitzten Polypropylennetzes an das Leistenband im Sinne eines Lichtensteinmanövers durch eine fortlaufende Naht. Der Samenstrang wird durch den lateralen Schlitz in die das proximale Drittel des Netzes geführt, hier war bereits zuvor eine kleine Aussparung für den Samenstrang in deas Netz eingeschnitten worden. Medial wird das Netz durch Einzelknopfnähte auf die Obliquus internus Muskulatur aufgenäht. Anatomische Reposition des Samenstrangs. Fortlaufender Verschluss der Externusaponeurose. Kontrolle auf Bluttrockenheit. Subcutannaht. Intracutan resorbierbare Hautnaht.

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Was der Funiculus spermaticus beinhaltet.

BeitragAuthor: DrRenner » 12.04.2007, 17:35

Im Funiculus spermaticus = Samenstrang befinden sich:

* Aa. testiculares aus der Aorta.
* Plexus pampiniformis; wird von den Vv. testiculares gebildet. Die rechte V. testicularis mündet in die V. cava inferior, die linke in die V. renalis.
* Lymphgefäße des Hodens.
* Ductus deferens = Samenleiter.
* M. cremaster.

Im Leistenkanal befindete sich in der Nachbarschaft zum Samenstrang der N. ilioinguinalis und sollte geschont werden.

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Rezidiv-Hernioplastik nach Lichtenstein beim Mann

BeitragAuthor: DrRenner » 22.04.2007, 17:57

Diagnose:
Indirektes Leistenhernienrezidiv links

Eingriff:
Rezidiv-Hernioplastik nach Lichtenstein beim Mann

Bericht:
Exzision der alten Hautnarbe links und Präparation bis auf die Musculus obliquus externus Faszie die in Faserrichtung gespalten wird. Nun Darstellung des Samenstranges samt Begleitgefäßen und anschlingen desselben. Es findet sich eine nur diskret ausgedünnte Faszia transversalis sowie einem dem Samenstrang adhärenter indirekter Bruchsack. Nach Abpräparation des Bruchsackes von den Samenstrangsgebilden Eröffnung desselben. Nach Anlegen einer Tabaksbeutelnaht an der Basis Entfernung der überschüssigen Bruchsackanteile. Versenken der Tabaksbeutelnaht unter dem Internusmuskel. Nun Anpassen und Einbringen eines Polypropylennetzes, das caudalseitig am Leistenband mittels fortlaufender Naht fixiert wird. Schwalbenschwanzförmiges Vereinigen der lateralen Netzenden mit Fixation am Leistenband. Die cranialen Netzanteile werden mittels Einzelknopfnähten fixiert. Bei ausreichender Bluttrockenheit Verschluss der Externusfaszie. Subcutan- sowie Hautnaht.
Diagnose:
Indirektes Leistenhernienrezidiv links

Eingriff:
Rezidiv-Hernioplastik nach Lichtenstein beim Mann

Bericht:
Exzision der alten Hautnarbe links und Präparation bis auf die Musculus obliquus externus Faszie die in Faserrichtung gespalten wird. Nun Darstellung des Samenstranges samt Begleitgefäßen und anschlingen desselben. Es findet sich eine nur diskret ausgedünnte Faszia transversalis sowie einem dem Samenstrang adhärenter indirekter Bruchsack. Nach Abpräparation des Bruchsackes von den Samenstrangsgebilden Eröffnung desselben. Nach Anlegen einer Tabaksbeutelnaht an der Basis Entfernung der überschüssigen Bruchsackanteile. Versenken der Tabaksbeutelnaht unter dem Internusmuskel. Nun Anpassen und Einbringen eines Polypropylennetzes, das caudalseitig am Leistenband mittels fortlaufender Naht fixiert wird. Schwalbenschwanzförmiges Vereinigen der lateralen Netzenden mit Fixation am Leistenband. Die cranialen Netzanteile werden mittels Einzelknopfnähten fixiert. Bei ausreichender Bluttrockenheit Verschluss der Externusfaszie. Subcutan- sowie Hautnaht.Diagnose:
Indirektes Leistenhernienrezidiv links

Eingriff:
Rezidiv-Hernioplastik nach Lichtenstein beim Mann

Bericht:
Exzision der alten Hautnarbe links und Präparation bis auf die Musculus obliquus externus Faszie die in Faserrichtung gespalten wird. Nun Darstellung des Samenstranges samt Begleitgefäßen und anschlingen desselben. Es findet sich eine nur diskret ausgedünnte Faszia transversalis sowie einem dem Samenstrang adhärenter indirekter Bruchsack. Nach Abpräparation des Bruchsackes von den Samenstrangsgebilden Eröffnung desselben. Nach Anlegen einer Tabaksbeutelnaht an der Basis Entfernung der überschüssigen Bruchsackanteile. Versenken der Tabaksbeutelnaht unter dem Internusmuskel. Nun Anpassen und Einbringen eines Polypropylennetzes, das caudalseitig am Leistenband mittels fortlaufender Naht fixiert wird. Schwalbenschwanzförmiges Vereinigen der lateralen Netzenden mit Fixation am Leistenband. Die cranialen Netzanteile werden mittels Einzelknopfnähten fixiert. Bei ausreichender Bluttrockenheit Verschluss der Externusfaszie. Subcutan- sowie Hautnaht.

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BeitragAuthor: DrRenner » 09.05.2007, 15:04

Operationsdiagnose:
Monströse Skrotalhernie rechts

Operation:
Herniotomie und Plastik nach Lichtenstein rechts

Operationsbericht:
Hautdesinfektion und steriles Abdecken der rechten Leiste. Querverlaufender Inguinalschnitt rechts. Nach Durchtrennung der Subcutis und längsspalten der Externusaponeurose zeigt sich eine monströse Skrotalhernie. Diese wird mit den Samenstrangsgebilden angeschlungen. Nach Entfernung der Cremasterfasern die sehr adhärent sind wird der Bruchsack geöffnet. Als Inhalt zeigt sich das Netz mit der Sigmaschlinge. Diese wird in die Bauchhöhle zurückverlagert. Anschließend kann der Bruchsack vollständig von den Samenstrangsgebilden isoliert werden. Nach Setzen der Tabaksbeutelnaht an der Basis wird der Bruchsack resiziert und unten den Musculus internus fixiert. Die Bruchlücke wird durch Situationseinzelknopfnähte verschlossen. Ein Netz wird nach Lichtenstein entsprechend zugeschnitten und in den Leistenkanal platziert. Als Nahtmaterial wird ein PDS-Faden verwendet. Blutstillungskontrolle. Einlegen einer Redon-Drainage ins Skrotalfach die separat durch die Haut herausgeleitet wird. Schichtweiser Wundverschluss. Hautverschluss durch eine fortlaufende Intracutannaht mit einem resorbierbaren Hautfaden. Steriler Verband.

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Re: Herniotomie

BeitragAuthor: hipocrates » 05.06.2013, 16:46

Operateur: ...
Assistenz: ...
postoperative Diagnose(n): Hernia supraumbilicalis onA.
Therapie(n): Verschluss Narbenhernie mit alloplastischem Material
Herniotomie Nabel mit autogenem Material

Rückenlagerung des Patienten durch den Operateur, dreimalige Hautdesinfektion und sterile Abdeckung, dann etwas 15 cm messender medianer Hautlängsschnitt mit Linksumschneidung des Bauchnabels. Präparation auf die Körperfascie mit intermittierender Blutstillung, Aufsuchen einer präoperativ als Lipom bezeichneten Struktur rechts kraniolateral des Bauchnabels. Bei der Präparation stellt sich diese jedoch als subpraumbilicale Hernie mit ca. 3 cm Durchmesser dar, die mit präperitonealem Fett verbacken ist und so palpatorisch den Aspekt eines Lipoms hatte. Es erfolgt die scharfe Ablösung des Fettes und die Inspektion mit Palpation der Bruchlücke. Dabei kann von innen am Peritoneum anhaftendes Fettgewebe getastet werden, adhärente Darmanteile sind nicht nachweisbar. Möglicherweise liegt hier eine Throkarhernie nach Cholecystektomie 03/2003 vor. Dann weiter Darstellung der Fascie und scharfe Ablösung des Bauchnabels, der fest narbig mit der Körperfascie verbacken ist. Hier kann eine etwas 1,5cm durchmessende Bruchlücke umbilical gesehen werden. Nach Darstellung und Sondierung mit umgedrehter Pinzette sowie Kleinfingerspitze kann hier ebenfalls eine Darmadhärenz an den Bruchrändern ausgeschlossen werden. Links lateral davon wird die letzte Fettadhäsion von der Körperfascie abgelöst, hier zeigt sich ebenfalls eine etwa 1 cm durchmessende Bruchlücke, die auf adhärente Darmschlingen an den Bruchrändern kontrolliert wird. Anschließend Entschluß zur Anlage von U-Nähten mit Prolene 2/0 zum primären Verschluß der Fascienlücken. Aufgrund dem Vorliegen von drei supraumbilicalen Hernien sowie einer möglichen Throkarhernie wird zusätzlich der Entschluss zur Einlage eines Ultra-Pro 11x6 cm Netzes getroffen, das mit Prolene 2/0 Einzelknöpfen fixiert wird. Refixierung des Hautnabels an der Fascie, Kontrolle auf Unversehrtheit der Nabelhaut. Anschließend Subcutannaht. Wundranddesinfektion und Hautverschluss mit Einzelknöpfen in Donati-Rückstichtechnik. Desinfektion. Steriler Verband.

Postop. Procedere: Kontrolle auf Bluttrockenheit, Entlassung ab [2. postop. Tag] bei reizlosen Wundverhältnissen, Fadenzug am 10.-12. postoperativen Tag.

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Hämatomausräumung umbilical

BeitragAuthor: hipocrates » 05.06.2013, 16:47

Operateur: …
Assistenz: …
postoperative Diagnose(n): T81.0 Hämatom postoperativ (Bauchwand umbilical: Z.n.Hernioplastik und Netzeinlage)
Therapie(n): 5-542.0 Hämatomausräumung umbilical
5-540.1 Extraperitoneale Drainage der Wundhöhle umbilical
Indikation:
Massives postoperatives Hämatom nach einer Nabelhernienoperation vom 27.11.2007 mit Fasciennaht und Netzeinlage.
Bericht:
Rückenlagerung des Patienten. Steriles Abwaschen und Abdecken des OP-Feldes. Wiedereröffnen der medianen Inzision den Bauchnabel links umschneidend. Nach Eröffnen der Subkutannähte zeigt sich ein massives faustgroßes altes Hämatom. Das Hämatom imponiert nicht infiziert. Abstrich. Ausräumen des Hämatoms. Subtile Blutstillung auf der Fascie. Einlegen von zwei 14er Redondrainagen mit jeweils extravulnärer Ausleitung jweils links und rechts. Ausgiebige Spülung mit Kochsalzlösung. Der Nabelgrund wird mittels Vicryleinzelknopfnaht auf der Fascie fixiert. Subkutaner Wundverschluss mit Vicryleinzelknopfnähten. Hautverschluss mit Seralon 3x0 Einzelknopfnähten. Abschließende Desinfektion. Steriler Pflasterverband.
postoperatives Procedere:
Belassen der Redondrainage über 5 Tage.

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