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Laparoskopische Sigmaresektion

Laparoskopische Sigmaresektion

BeitragAuthor: DrRenner » 14.03.2007, 18:48

Diagnose:
Divertikulitis des Dickdarmes ohne Perforation Sigmastenose Adhäsionsstränge

Eingriff:
Laparoskopische Sigmaresektion mit Anastomose
Adhäsiolyse am Darm

Sonstiges:
OP-Dauer 3 Stunden 45 Minuten

Bericht:
Eingehen zunächst über Miniinzision in einer Linie zwei Querfinger cranial des Nabels. Offenes Eingehen in die Bauchhöhle. Fixieren des Optiktrokars und Inspektion der Bauchhöhle. Es finden sich breitflächige Verwachsungen im rechten Unterbauch nach Appendektomie sowie paramedian im rechten Oberbauch nach Cholezystektomie. Es werden im rechten Unterbauch zwei weitere Trokare platziert. Hierüber nun zunächst Lösen der Verwachsungen mit der Bauchdecke. Anschließend Exposition des Situs. Es findet sich eine Sigmaschlinge mit multiplen Divertikeln deutlich verhärtet im kleinen Becken mit multiplen entzündlichen Adhäsionen fixiert, ansonsten keine pathologischen Auffälligkeiten in der Bauchhöhle. Es erfolgt nun zunächst die Mobilisierung der linken Flexur. Das operative Vorgehen geschieht mit der Ultraschallschere. Im weiteren mobilisieren der Sigmaschlinge aus dem kleinen Becken. Ablösen des Sigmas von der lateralen Bauchwand. Nun langstreckige Darstellung sowie sichere Schonung des linken Ureters. Die Arteria sigmoidalis wird nun an ihrem Hauptast mit zwei resorbierbaren Clipligaturen versorgt nach peripher mit Elektrokoagulation. Die weitere Präparation erfolgt nun an der präsakralen Faszie unter Mobilisierung bis ins obere Rektum. Hier finden sich wieder regelrechte anatomische Verhältnisse ohne entzündliche Veränderungen. Die Resektionsgrenze wird aufgrund des ausgedehnten Befundes im Übergang vom oberen zum mittleren Rektum festgelegt. Die Rektumwand wird hier mit der Ultraschallschere freigelegt. Es erfolgt die quere Abnaht des Rektums in der angegebenen Position mittels einem Klammernahtgerät TSB 45. Anschließend erfolgt die Anlage der Bergeinzisionen im linken Unterbauch im Bereich eines Trokars im Sinne eines Wechselschnitts. Hervorluxieren des Sigmas das derb verdickt ist. Die Absetzung erfolgt im mittleren Colon descendens. Nach Legen einer Tabaksbeutelnaht wird aufgrund des relativ dünnen Darmlumens eine Gegendruckplatte eines EEA-Staplers der Größe 28 mm eingebracht. Reposition des Colon descendens, vorschieben des Klammernahtgerätes transanal, durchstoßen des Rektumstumpfes ventral der queren Abnaht mit dem Zentraldorn. Nun erfolgt das Andoggen der Gegendruckplatte im Colon descendens. Abschießen der Anastomose. Diese ist locker, spannungsfrei und gut durchblutet sowie luftdicht bei der Wasserprobe. Kontrolle auf Bluttrockenheit. Einlage einer Robinson-Drainage. Aufgrund der initial über fast eine Stunde durchzuführenden Adhäsiolyse technisch aufwendiger Eingriff. Ansonsten komplikationsloser intraoperativer Verlauf.

DrRenner
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